Hypothesen

Eine Untersuchung im Sinne von "Daran liegt's" kann dennoch wichtig werden, wenn man bedenkt, dass manchmal dadurch nach einer sinnvollen Fördermöglichkeit gesucht werden kann. In einigen (eingegrenzten) Lebensbereichen nämlich kann das Vorgehen nach "Rastern" durchaus hilfreiche Informationen geben. Das ist beispielsweise der Fall, wenn das "Scheitern" Lebensbereiche betrifft, bei denen vom Kind bestimmte Fertigkeiten erwartet werden, das Kind aber diese Fertigkeiten bisher nicht oder nur unzureichend erworben hat (Beispiel: Schreiben lernen fällt Kindern mit psychomotorischen Problemen oftmals schwerer als Kindern, die diese Probleme nicht haben). Eine "Rasterdiagnostik" (beispielsweise Entwicklungstest, Leistungstest, visuell-motorisches Screening) kann über Art und Umfang der vom Kind beherrschten Fertigkeiten Erkenntnisse bringen, die dann für die Empfehlung einer Förderung (beispielsweise Ergotherapie, schulischer Nachteilsausgleich) hinzugezogen werden können.